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NRW-Sprecherreise zweier ehem. US-Kongressabgeordneter zum Thema: US Midterm Elections and its effect on Germany and Europe

Beim dritten Mal in Präsenz ist es eine Tradition: Frei nach diesem Motto fand Mitte November unser nunmehr traditionelles Programm mit zwei ehemaligen US-Kongressabgeordneten statt, die auf Einladung des AmerikaHaus NRW e. V. und in enger Partnerschaft mit der US Association of Former Members of Congress für eine einwöchige Sprecherreise nach NRW gekommen waren. Erneut handelte es sich um eine Kooperation mit mehreren lokalen Partnern – darunter maßgeblich die Stadt Düsseldorf und Stadt Dortmund, das Europe-Direct-Zentrum Dortmund innerhalb des dortigen Auslandsgesellschaft.de e. V..

Das Projekt, welches mit der US Association of Former Members of Congress ins Leben gerufen wurde, basiert auf dem Format "Congress to Campus". Hier besuchen die ehemaligen Kongressabgeordneten die US-Colleges, um das Bewusstsein für das demokratische System der USA zu schärfen und die Menschen für Politik zu begeistern. Unser Ziel war es jedoch, dieses Format auf den deutschen Kontext zu übertragen. Nach einem erfolgreichen Programm im Vereinigten Königreich ist dies weltweit die zweite Kooperation dieser Art in NRW und für uns das dritte Mal in Präsenz.

Das Besondere und einzigartige dieses Programms: mit der Republikanerin Martha Roby aus Alabama (2011-2021 im US-Repräsentantenhaus) und dem Demokraten Ben McAdams aus Utah (2019-2021 im US-Repräsentantenhaus) nahmen Vertreter beider großer US-amerikanischer Parteien teil – und erlaubten somit einen überparteilichen („bipartisan“) Blick hinter die Kulissen. Dieser fiel umso offener und ehrlicher aus, als die beiden Gäste ihren Parteien zwar nach wie vor verbunden waren, jedoch ohne Mandat deutlich freier als zuvor sprechen konnten. Das taten sie dann auch: Während sich die Republikanerin Martha Roby deutlich von US-Präsident a. D. Donald J. Trump distanzierte und dessen Nachfolger Joe Biden für mehrere Vorhaben lobte, war der Demokrat Ben McAdams teils sehr kritisch gegenüber seiner Partei und der aktuellen Regierung. Hierdurch herrschte bei allen inhaltlichen Unterschieden oftmals eine sehr kooperative Einigkeit zwischen den beiden Gästen, die man aus der jüngsten Politik- und Medienberichterstattung aus den USA gar nicht mehr gewohnt ist.

Über die Woche verteilt trafen die beiden ehemaligen US-Abgeordneten in verschiedenen Formaten auf unterschiedliche Zielgruppen. Überall war spürbar, dass ihr Besuch vor dem aktuellen Hintergrund zu den diesjährigen US-Midterm Elections etwas ganz Besonderes war. Unter den öffentlichen Höhepunkten der Programmwoche waren zwei zentrale „Town Hall Discussions“ im Kinosaal des Dortmunder U (zum Thema „What the 2022 Midterm Elections mean for Germany and Europe“) und im Düsseldorfer Rathaus (zum Thema „The 2022 US Midterm Elections and its Effect on Germany and Europe“, unter meisterlicher Moderation des Phoenix-Journalisten Florian Bauer) – beide jeweils mit Grußworten von Bürgermeisterin Barbara Brunsing (Dortmund) bzw. von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller (Düsseldorf).

Darüber hinaus nahmen die Gäste an mehreren Diskussionsrunden mit Schülerinnen und Schülern, sowie Studierenden in Dortmund und Bonn teil, hatten Hintergrundgespräche auf Landesebene – sowie eine Lunch Discussion auf Einladung der US-Generalkonsulin in Düsseldorf Pauline A. Kao. Den letzten Tag vor der Abreise verbrachten die beiden Gäste in Köln, zuerst mit über 50 Schülerinnen und Schülern an der Max-Ernst Gesamtschule und anschließender Brunch Diskussion mit den Mitgliedern des Freundeskreises in der Fritz Thyssen Stiftung, bevor es zum gemütlichen Teil der Woche mit einem Glühwein auf dem Kölner Weihnachtsmarkt, einer Domführung und abschließenden Kölsch im Brauhaus überging.  

In großer Dankbarkeit an alle Partner freuen wir uns schon sehr darauf, das Projekt im kommenden Jahr fortzuführen!

Fotocredit: © Landeshauptstadt Düsseldorf / Ingo Lammert

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