International Women's Day: Screening and Discussion of Pleasantville
Am 13. März 2025 zeigte das AmerikaHaus NRW anlässlich des Women's History Month den Film Pleasantville im UFA-Palast Düsseldorf, gefolgt von einer Diskussionsrunde. Der Film aus dem Jahr 1998 erzählt von einer fiktiven 1950er-Jahre-Kleinstadt in den USA, deren starre gesellschaftliche Strukturen durch neue Impulse ins Wanken geraten – ein Ausgangspunkt für eine vielschichtige Debatte über Geschlechterrollen und gesellschaftlichen Wandel.
Die anschließende Diskussion, moderiert von Alexandra Eul, brachte spannende Perspektiven zusammen. Prof. Dr. Elke Kleinau, ehemalige Professorin an der Universität zu Köln, Stephanie Weber, Expert:in für Gender- und Medienpädagogik, und Verena Wurth, Doktorandin an der Universität zu Köln und Managing Editor bei gender forum, reflektierten, dass die Themen des Films zeitlos und transatlantisch relevant seien. Dabei fokussierten sie auf den Backlash gegen feministische Fortschritte, die wachsende Popularität traditioneller Rollenbilder in sozialen Medien und den Einfluss von Sprache auf politische Debatten. Sie erörterten, wie die Begriffe "Gender-Gaga" in Deutschland oder "Gender-Ideologie" in den USA verwendet würden, um progressive Bewegungen zu delegitimieren. Besonders bemerkenswert war die Beobachtung, dass junge Generationen sich in aktuellen Studien oft als weniger progressiv zeigten als die vorherige.
Auch die zyklische Natur gesellschaftlicher Bewegungen wurde thematisiert: Während die 2010er Jahre mit #MeToo und einer breiten feministischen Sichtbarkeit sich für viele Frauen als Fortschritt angefühlt hätten, seien heute vielerorts konservative Gegenbewegungen zu beobachten. Die Frage, wann der nächste Umschwung kommt, blieb offen – doch die Diskussion machte deutlich, dass gesellschaftlicher Wandel nie linear verläuft und immer wieder neu verhandelt werden muss.
Wir bedanken uns bei unseren Panelistinnen sowie unserer Moderatorin, die mit der Diskussion gezeigt haben, wie relevant die Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen und Feminismus auch heute bleibt.
Die Veranstaltung fand mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts statt.
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