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11. September 2001 – 25 Jahre 9/11 im Comic

Am 11. September 2026 lud das AmerikaHaus NRW anlässlich des 25. Jahrestages der Terroranschläge von 9/11 gemeinsam mit der Schmitz-Lippert-Stiftung ins Cöln Comic Haus ein. Erstmals war die Sonderausstellung „11. September 2001 – 25 Jahre 9/11 im Comic“ zu sehen. 

US-Generalkonsulin Preeti V. Shah und Thomas Schmitz-Lippert, Vorsitzender der Schmitz-Lippert-Stiftung, eröffneten den Abend mit persönlichen Erinnerungen an den 11. September 2001. Generalkonsulin Shah teilte mit dem Publikum, wie die schrecklichen Nachrichten sie als Studentin in Kalifornien ereilten, während Thomas Schmitz-Lippert sich erinnerte, wie sein Flug nach New York, wo er unweit des World Trade Centers einen Vortrag halten sollte, nach Boston umgeleitet wurde. Beide reflektierten die nachhaltige Bedeutung der Anschläge für die amerikanische Gesellschaft und die internationale Politik.

Anschließend gab Lars von Törne, Redakteur beim Tagesspiegel, einen Einblick in 25 Jahre künstlerischer und politischer Auseinandersetzung mit 9/11 in Comics und Graphic Novels. Anhand zahlreicher Beispiele zeigte er, wie die Ereignisse unmittelbar Eingang in die amerikanische Comic-Kultur fanden und sich ihre Verarbeitung im Laufe der Zeit entwickelte. Das Spektrum reichte von Zeitungscomics und Gedenkanthologien über autobiografische und dokumentarische Darstellungen bis hin zu politischen, satirischen und fiktionalen Auseinandersetzungen. Zeitungscomics wie Doonesbury und The Boondocks hätten früh die politische Stimmung nach 9/11 und die Frage nach den Grenzen von Regierungskritik und Patriotismus aufgegriffen, während andere Comics Feuerwehrleute und Ersthelfer als Helden würdigten. Besonders eindrücklich wurde die unmittelbare Reaktion auf die Anschläge durch das nahezu vollständig schwarze Cover von The Amazing Spider-Man No. 36, das auch in der Ausstellung zu sehen ist. Zunehmend sei die Auseinandersetzung vielfältiger geworden, so Lars von Törne: von Art Spiegelmans persönlichem In the Shadow of No Towers über die dokumentarische Adaptation des 9/11 Report bis hin zu Comics über den „War on Terror“ habe sich das Medium zunehmend zu einem Raum politischer und historischer Reflexion entwickelt.

In der anschließenden Diskussion ging es insbesondere um die Frage, was Comics bei der Darstellung eines traumatischen Ereignisses leisten können und wo die Grenzen des Mediums liegen. Zudem kamen unterschiedliche Rezeptionsweisen in den USA und Europa zur Sprache.

Im Anschluss waren die Gäste eingeladen, die Sonderausstellung weiter zu besichtigen und den Abend im gemeinsamen Austausch im Cöln Comic Haus ausklingen zu lassen. Wir bedanken uns herzlich bei Lars von Törne für die facettenreichen Einblicke in 25 Jahre Comicgeschichte zu 9/11, bei Generalkonsulin Preeti V. Shah und Thomas Schmitz-Lippert für ihre persönlichen Grußworte sowie bei der Schmitz-Lippert-Stiftung im Cöln Comic Haus für eine erneute gelungene Kooperation.

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