Comiczeichner:in / Illustrator:in / Autor:in gesucht
Erzählen Sie 80 Jahre Demokratiegeschichte neu: Wir suchen ein:e Comiczeichner:in / Illustrator:in / Autor:in für eine Graphic Novel über die Deutsch-Amerikanischen Zentren.
Was macht eine Demokratie stark, wenn sie unter Druck gerät? Und wer erzählt die Geschichte(n) der Menschen, die sie vor Ort Tag für Tag lebendig halten? Die Überzeugung, dass interkulturelle politische Bildung und Kulturarbeit der Klebstoff und Garant einer aktiven liberalen Zivilgesellschaft sind, ist seit über 80 Jahren Kern der Arbeit der ehemaligen Amerikahäuser und der heute zwölf unabhängigen Deutsch-Amerikanischen Zentren (DAZ). Nach 1945 entstanden in Deutschland die Amerikahäuser als direkte Antwort auf zwölf Jahre Diktatur und Krieg. Sie waren mehr als interkulturelle Begegnungsstätten – sie wurden zu Laboratorien der Demokratie – zu „Dritten Orten“. Über Jahrzehnte haben diese Einrichtungen die demokratische Entwicklung insbesondere der Bundesrepublik begleitet und mitgeprägt: durch die Reeducation der Nachkriegszeit, die Protestbewegungen der 1960er Jahre, die friedliche Revolution und Wiedervereinigung bis hin zu den Herausforderungen der Globalisierung und des digitalen Zeitalters.
Die DAZ sind sowohl historische Stätten als auch aktive Orte demokratischer Praxis. Sie sind tief verwurzelte Infrastrukturen gelebter, pluralistischer Demokratie: Lokal fördern sie seit Jahrzehnten jeden Tag Engagement, Verständnis und Solidarität und bauen durch Begegnung aktiv Vorurteile ab. Gleichzeitig bewegen sich die DAZ mit ihrer Arbeit immer wieder neu in einem geopolitischen Spannungsfeld: Sie agieren als unabhängige Kultur- und Begegnungszentren vor Ort und sind zugleich Teil einer sich momentan stark verändernden transatlantischen Beziehung.
Gerade in Zeiten, in denen liberale Demokratien weltweit und das transatlantische Verhältnis selbst unter Druck stehen, soll die Graphic Novel die zwölf Deutsch-Amerikanischen Zentren sowie die ehemaligen Amerikahäuser in Berlin und Frankfurt/M. erstmals in zusammenhängender, narrativer Form als Orte lebendiger deutscher Demokratiegeschichte sichtbar machen. Die Geschichte(n) der Menschen, die durch die Arbeit der Häuser politisch und kulturell informiert und aktiviert wurden und Vertrauen und Netzwerke zu den Institutionen aufbau(t)en, spielen dabei eine essenzielle Rolle – als Teil der transatlantischen Beziehungen und als Stabilisatoren der liberalen Demokratie vor Ort.
Bewerbungsschluss ist der 20.11.2026.
Das Projekt ist eine Kooperation der Stiftung Orte Deutscher Demokratiegeschichte (SODG) und des Verbunds Deutsch-Amerikanischer Zentren (VDAZ). Ausführende und koordinierende Institution ist das Deutsch-Amerikanische Institut Tübingen (d.a.i.).
Weitere Informationen finden Sie in der untenstehenden Ausschreibung:
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