News

  • AmerikaHaus e.V. NRW
  • Black History Month 2022 – No future without remembrance. Ohne Erinnerung keine Zukunft!?

Black History Month 2022 – No future without remembrance. Ohne Erinnerung keine Zukunft!?

Jährlich dient der Black History Month als Rahmen, um Schwarze Geschichte und Errungenschaften zu würdigen und in den Fokus zu rücken.

Aus diesem Anlass hatten der AmerikaHaus NRW e.V. und die Volkshochschule Köln die beiden Afrodeutschen Aktivistinnen Dr. Marion Kraft und Ciani-Sophia Hoeder am 21. Februar 2022 zu Gast. Dr. phil. Marion Kraft ist Autorin und wichtige Wegbereiterin der Afrodeutschen Bewegung. Sie hat fünf Bücher und zahlreiche Essays zu Rassismus, Literatur, Feminismus und der Schwarzen Bewegung in Deutschland veröffentlicht. Ciani-Sophia Hoeder ist ebenfalls Autorin und außerdem Gründerin des RosaMag, eines Online-Lifestylemagazins für Schwarze FLINTA (Frauen, Lesben, Inter*, nicht-binäre, trans*, agender Personen). Sie baut auf der Arbeit von Marion Kraft und weiteren Menschen auf.

Unter der Leitfrage, wie Afrodeutsche und Afroamerikanische Geschichte geschrieben wird, sprachen Marion Kraft und Ciani-Sophia Hoeder über Anti-Schwarzen Rassismus, Kapitalismus, die Loslösung vom Essentialismus, Intersektionalität, Konstruktivismus und natürlich über ihre Arbeit und vieles mehr.

Von Anekdoten über die Aufbruchsstimmung der 70er und 80er Jahre oder die Rolle Audre Lordes in der Afrodeutschen Bewegung bis hin zu philosophischen und soziologischen Fragestellungen war das gesamte Gespräch von der Bewunderung der beiden Frauen füreinander geprägt. Lachend beantwortete Marion Kraft die Frage, was in Deutschland alles besser laufen könnte, was ihre Utopie sei. Dabei betonte Sie, dass die Schwarze Bewegung in Deutschland zwar stark von der US-Amerikanischen Bewegung profitiert habe, aber eben auch viele Aspekte übernommen habe, die eigentlich nicht eins zu eins auf Deutschland übertragbar seien. Sowohl Marion Kraft als auch Ciani-Sophia Hoeder wünschen sich zu dem Thema neben Empathie vor allem mehr Forschung, analytisches Vorgehen und Geschichtswahrnehmung.

Das große Takeaway des Abends ist also die Notwendigkeit, auch außerhalb des Black History Month im Gespräch zu bleiben und sich zu informieren. Denn Anti-Schwarzer Rassismus existiert 365 Tage im Jahr und die Auseinandersetzung mit der Thematik darf nicht nur im Februar geschehen.

Einen Mitschnitt der Veranstaltung finden Sie auf unserem YouTube-Kanal: https://youtu.be/vVnP8favWT8 

Vielen Dank an die beiden Referentinnen und an unsere Kooperationspartnerin VHS Köln für diese wichtige Debatte!

Zurück

Einen Kommentar schreiben