Wenn Protest Geschichte schreibt: Black Lives Matter 13 Jahre nach der Entstehung
Kölner VHS-Forum im Museum am Neumarkt | Cäcilienstr. 29-33 | 50667 Köln
Black Lives Matter ist eine relativ junge Protestbewegung und hat dennoch bereits Geschichte geschrieben. Ausgelöst durch den Freispruch von George Zimmerman nach der Tötung Trayvon Martins weitete sich Black Lives Matter im Sommer 2020 global aus – und wurde zum Slogan einer der größten Protestbewegungen in der Geschichte der USA. An diesem Abend im Rahmen des Black History Month 2026 diskutieren wir mit Luvena Kopp den Einfluss der Bewegung und fragen nach der zukünftigen Rolle von Black Lives Matter angesichts aktueller politischer und gesellschaftlicher Gegenreaktionen. Dabei richten wir den Blick auch nach Deutschland und schauen darauf, wie Black Lives Matter hierzulande Debatten um Rassismus und Polizeigewalt geprägt hat: Welche Impulse, Konflikte und Warnsignale kamen und kommen aus den USA, und was ist ihre Wirkung?
Luvena Kopp ist Postdoktorandin am Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS) an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und forscht u.a. zur Black Lives Matter-Bewegung. Im August 2025 ist ihr aktueller Beitrag zu diesem Thema im Band „Rassismus in den USA“ (Hg. Silvan Niedermeier) erschienen.
Bebero Lehmann ist Historikerin mit Schwerpunkt Migrationsgeschichte, Kolonialgeschichte und Schwarze Deutsche Geschichte. Sie hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der Black History Month seit 2018 wieder jährlich in Köln gefeiert wird. Zudem hat sie die Theodor Wonja Michael Bibliothek in Köln, die erste Schwarze Bibliothek NRWs, mitgegründet. Seit 2023 arbeitet sie außerdem als Kuratorin für das Museum Selma, das bundesweite Migrationsmuseum, das derzeit durch DOMiD in Köln entsteht.